Fehler finden - Bugfixing - Deutsch

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Swantje Missfeldt

Business Development Manager

Phone +49 5251 6859 713
smissfeldt@comprion.com

Vier weitverbreitete Stolpersteine beim mobilen Bezahlen und wie man sie beseitigt

Ein gutes Kundenerlebnis ist das A und O beim kontaktlosen Bezahlen, insbesondere beim Mobile Payment. Aber nicht immer gelingt das. Hier erfahren Sie, wie Sie die 4 typischen Probleme beim mobilen Bezahlen in den Griff bekommen!

1) Varianz im Kundenverhalten

Im Gegensatz zum kontaktbehafteten Bezahlen haben Kunden beim kontaktlosen Bezahlen viele Freiheiten, wie sie die Karte, das Smartphone oder Wearable an das Bezahlterminal halten. So ist beispielsweise das Design des POS-Terminals oftmals nur auf die Benutzung mit Karte und durch Rechtshänder optimiert. Wird das Handy oder Wearable ungünstig gehalten oder trägt der Nutzer beispielsweise großen Metallschmuck, der das magnetische Feld stört, kann das zu Fehlern in der Kommunikation führen.

Lösung:
Bereits in der frühen Prototypentwicklung kann die Vielfältigkeit des Kundenverhaltens mit Probanden durchgespielt werden. Anschließend lassen sich diese Bewegungsabläufe (zum Beispiel von oben, von der Seite, im Bogen, schnell, langsam, sehr nah oder weiter entfernt) mit Hilfe einer Roboterlösung systematisch ausmessen und bewerten. Dabei zeigt ein Oszilloskop den Signalverlauf sofort an. Schwachstellen werden unmittelbar sichtbar und lassen sich durch eine Anpassung des Designs beheben.

2) New Kid on the Block

Zu einem bestehenden und in sich funktionierendem Bezahlsystem aus POS-Terminal und Karte kommen neue Player, nämlich Smartphone, Uhr oder Ring hinzu. Und plötzlich treten Kompatibilitätsprobleme auf. Ursachen können neue Antennenformen und -größen sein. Darüber hinaus ist das Kommunikationsverhalten von Handys und Wearables deutlich anders als von Karten. Gerade in der Anfangsphase einer Transaktion senden diese Geräte wiederholt Kommandos aus, die von der Gegenseite nicht immer korrekt interpretiert werden.


Lösung:
Ein Softwareupdate und gegebenenfalls eine Neuzulassung für ältere POS-Terminalmodelle schafft Abhilfe. Um die Ursache des Problems zu finden, sollte die Kommunikation vor Ort aufgezeichnet und später im Labor genauestens ausgewertet werden. Die typischerweise kleineren Antennen legen nahe, dass bereits auf der physikalischen Schnittstelle Konfigurationen angepasst werden müssen. Auch dabei kann ein Oszilloskop wertvolle Informationen liefern. Sind die Lösungsansätze implementiert, sparen Pre-Conformance-Tests viel Zeit und Geld, weil sie, im eigenen Betrieb durchgeführt, optimal auf die teure Zertifizierung im Labor vorbereiten.

3) Viele Beteiligte – keiner ist schuld

Bezahlvorgänge sind komplex und involvieren sehr viele Player: Handy und/oder Wearable, POS-Terminal, Bank, Kreditkartengesellschaft, App- oder Wallet-Provider und Händler. Geht beim Bezahlen etwas schief, beginnen die gegenseitigen Schuldzuweisungen bzw. die Suche nach dem Sündenbock. Jeder hat natürlich vorher getestet und kann in der Regel auch eine Zertifizierung vorlegen. Und nun?


Lösung:
Da hilft nur eine Aufzeichnung der Kommunikation direkt am Ort des Geschehens und eine zuverlässige und detaillierte Analyse. So kann es beispielsweise vorkommen, dass in der Implementierung der elektronischen Geldbörse ein Datenelement fehlt. Oder scheinbar gleiche Handys wurden länderspezifisch konfiguriert, sodass sie sich im Zeitverhalten und den Signaleigenschaften leicht unterscheiden. Deshalb ist es wichtig, dass solch eine Aufzeichnung nicht nur digitale, sondern auch analoge Daten mitliefert.

4) Konformitätstesten ist nicht immer alles

Normen sind sehr wichtig, sie können aber nicht jede anwendungsspezifische Besonderheit abdecken. Ein bereits zugelassener kontaktloser Chipsatz wird in ein Kassensystem oder einen Selbstbedienungsautomaten oder ein Drehkreuz eingebaut. Probleme treten auf, wenn die verwendeten Materialien (metallische Lacke, ungünstig angebrachter PIN-Eingabeschutz, andere strahlende Geräte in der Nähe) das magnetische Feld beeinträchtigen. Selbst wenn bei der Zulassung gewisse Störquellen berücksichtigt werden, sind nicht ALLE Umgebungsfaktoren bekannt.


Lösung:
Oft ist es nicht möglich, den ganzen Automaten oder das Drehkreuz nebst Umgebung ins Labor zu befördern. Aber viele Bedingungen lassen sich oft mit einfachen Mitteln nachstellen (z. B. Folie mit Lack in der Nähe angebracht). Feldstärke- und Empfindlichkeitsmessungen des elektromagnetischen Feldes, die sich in 2D/3D darstellen lassen, geben Aufschluss darüber, an welchen Stellschrauben gedreht werden muss, um das Antennendesign zu optimieren oder den Einbau des Moduls in das Endgerät umzugestalten.  Darüber hinaus lassen sich spezifische Anforderungen an die Anwendung über die Erstellung eigener Testfälle mit Hilfe einer API prüfen.

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Je früher man Fehler findet, desto günstiger und schneller kann man diese beheben. Dadurch erhöht sich die Kundenzufriedenheit.

Dr. Torsten Maeser, COMPRION Geschäftsführer

Den Fehler schon in der Enwticklungsphase finden

Einmal frustriert - nicht mehr probiert: Hat ein Kunde erst einmal schlechte Erfahrungen mit einem Service gemacht, wird es schwierig, ihn/sie zu einem weiteren Versuch zu motivieren. Und das möchte ja schließlich niemand. Daher lohnt es sich, bei der Auswahl der Testlösung darauf zu achten, dass diese eine möglichst große Testabdeckung des Nutzerverhaltens bereits in der frühen Prototypenphase aufweist.

COMPRION hat für jede Entwicklungsphase eine Testlösung, die typische Probleme bereits im Vorfeld minimiert:
 

Frühzeitige Fehlerfindung und -beseitigung

  •     Sichert Kundenbindungen
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